Meine Frau sagt manchmal: „Philipp kann genau zwei Dinge. Familie und Geld.“ Und das ist wahrscheinlich der einzige Unterschied zwischen dir und mir. Warum ich so bin und wie es dazu gekommen ist, erfährst du in diesem Beitrag. Hoffentlich inspiriert es dich auf deinem Weg?

Wenn meine Frau sagt, dass ich nur Geld und Familie könne, stehe ich daneben und denke: „Na toll, danke für die Blumen.“ Aber ich muss dabei auch lachen, denn sie hat Recht. Ich kann wirklich nichts so gut wie Geld und Familie. Ich mähe keinen Rasen, ich putze nicht, ich koche nicht. Ich lege höchstens mal ein Stück Biofleisch in eine Pfanne mit Gemüse auf unseren Grill, damit ich verkünden kann, dass ich Essen gemacht habe. Ich wasche auch kein Auto, ich repariere keinen Wasserhahn. Kurz: Ich mache und kann nur Geld. Schon immer.

Bitte nicht persönlich nehmen

Ich will niemandem auf die Füße treten, denn es gibt bestimmt Menschen unter meinen Leserinnen und Lesern, die finanziell ebenfalls ziemlich weit sind. Doch für die meisten gibt es wahrscheinlich in Bezug auf Geldkompetenz doch einen Unterschied zwischen uns. Ich erwähne das, weil ich damit vermitteln will, dass es bei mir etwas zu lernen gibt.
Du hast ein anderes persönliches ‚Warum‘ als ich und alle anderen Menschen auf der Welt. Was macht dir am meisten Freude? Was kannst du alles? Wofür brennst du? Womit hilfst du anderen? Genau das kannst du einsetzen, um wohlhabend zu werden. Zugleich kannst du deinen Lebenssinn dann immer mehr leben und deine Stärken zur Wirkung bringen, wenn du wohlhabend genug bist, um nicht 40 Stunden in einem unterbezahlten Job ackern zu müssen, der nicht deine Mission ist.

Bei Monopoly lernst du extrem viel über Geld – und dich selbst

Als Kind habe ich mit Geld gespielt. Ich habe Geld gezählt, gerechnet und gesammelt. Mein Zwillingsbruder und ich haben Monopoly gespielt, bis uns die Köpfe auf die Spielgeldscheine gesunken sind. Ich sehe heute noch, wie wir zu viert mit meinen Eltern am Esszimmertisch sitzen. Und ich erinnere mich an das richtig gute Gefühl, wenn ich das Spiel gewonnen hatte. Das war so toll, dass ich Monopoly immer noch gerne spiele. Jetzt mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen. Und jedes Mal merke ich aufs Neue, dass man bei diesem Spiel enorm viel über sich selbst und seine Gefühle und Gedanken zu Geld lernen kann.

Das ist das eine, was ich dir gleich vorweg vermitteln will: Bei dem was du in deinem Leben tust, lernst du auch viel über Geld. Wie Monopoly ist alles im Zusammenhang mit Geld für mich ein Spiel. Ein Spiel, das ich ernst spiele. Denn ich will ernsthaft gewinnen. Es ist mir nicht egal, ob ich gewinne oder verliere. Ich gebe meinen Söhnen nicht den Vortritt, weil sie noch so klein sind. Na gut, wenigstens nicht immer.

Geld ist für mich ein Spiel – aber nicht nur

Ein ernstes Spiel ist ein Spiel, das Spaß macht UND dass wir gewinnen wollen. Geld ist für mich ein Spiel und gleichzeitig ist es Ernst. Wenn wir Geld mit Freude und Leichtigkeit verbinden und zugleich dabei gewinnen wollen, entwickeln wir damit eine wichtige Grundhaltung auf dem Weg zu einer soliden Geldkompetenz.

Meine Mission: Geldbildung für alle

Dass ich fast nur Geld kann, sage ich hier also nicht, weil ich eine coole Socke als Autor sein will, um „auf Finanzcoach zu machen“, weil man damit sehr schnell sehr gutes Geld verdienen kann, oder um mich durch Understatement beliebt zu machen. Ich brauche den tollen Auftritt nicht. Bis vor kurzem kannte kaum jemand meinen Namen, obwohl ich Gründer und Inhaber der größten Investment Akademie Europas bin. Doch habe ich für meine Mission – einen besseren Umgang mit Geld in Deutschland zu etablieren – diese Zurückhaltung aufgegeben.

Mit Monopoly fing alles an – und dann ließ mich Geld nicht mehr los

Durch meine Fokussierung auf Geld hatte ich fast mein Leben lang Zeit, meine Geldkompetenz weiterzuentwickeln und alles über Geld zu lernen, was es darüber zu wissen, zu lesen, zu erzählen gibt. Mit meiner Faszination für Geld und mit Monopoly fing es an. Später als Jugendlicher haben mich die Grundsätze des erfolgreichen Investierens fasziniert und ich war Mitglied in verschiedenen Investmentclubs. Ich verschlang alle Bücher zu den Themen Börse, Aktien und Optionen. Nach ein paar Jahren auf einem Abweg mit Jurastudium war klar, dass nicht der Rechtsanwalt in mir schlummert, sondern ein erfolgreicher Investor. So habe ich mit 23 Jahren meine erste Anlageberatungsgesellschaft gegründet und bis heute insgesamt zehn Unternehmen aufgebaut. Ich habe trotzdem als Gesellschafter und Geschäftsführer weltweit an unzähligen Seminaren bei den berühmtesten Investoren und Vermögensverwaltern teilgenommen. Ich war Mitglied im Fachbeirat Investment des Maklerverbundes mit mehr als 12.000 Mitgliedsunternehmen.

Mit 33 Jahren habe ich alles verkauft und zu meiner Frau gesagt:
„Schatz wir haben jetzt genug Geld, das geben wir nicht mehr aus und unsere Kinder auch nicht. Wir sind jetzt Privatiers.“
Das hört sich besser an als „Rentner“ mit deutlich unter Vierzig, oder?

Das Privatierleben ist schön – aber mir fehlte die Mission

Eine Zeit lang war ich dann Privatier, also ein Mensch, der nicht mehr von seiner Arbeit lebt, sondern von seinem Vermögen. Wir bauten unser Haus, genossen die Monate mit unserem gerade geborenen ersten Sohn und später folgte dann noch unser zweiter Sohn. Doch nach ein paar Jahren wurde es schwierig für mich. Ich will nicht sagen, dass ich depressiv war, aber es war ein Loch da. Und gerade da sagte meine wunderbare Frau zu mir:
„Schatz, wenn du so weitermachst, wirst du fett und faul. Such dir ein Hobby.“
So reden wir miteinander. Ganz so hart hat sie es übrigens nicht gesagt, aber ich will ja vor allem die Kernaussage vermitteln: „Los, such’ dir noch etwas außerhalb unserer Familie, das dich erfüllt und sinnvoll ist.“

Was ist sinnvoll für mich? Und was ist der Sinn deines Lebens?

Was ist denn sinnvoll für mich? Ich habe nicht lange überlegt, denn ich habe ja schon eben gesagt, dass ich neben der Familie im Wesentlichen nur Geld kann. Mein persönliches Warum lautet also seitdem „Einen besseren Umgang mit Geld vermitteln, so dass Menschen finanziell unabhängig oder zumindest unabhängiger werden können“.
Ich werde ihnen zeigen, wie ich mein eigenes Vermögen aufgebaut habe. Ich werde fundiertes Wissen, einen guten Umgang mit Geld und konkretes Knowhow zum Aufbau von Wohlstand vermitteln, um gut, verantwortungsvoll und sinnerfüllt zu leben. Deshalb habe ich meine Investment Akademie gegründet.

Eigentlich könnten viel mehr Menschen am Wohlstand teilhaben

Ich will – erst einmal im deutschsprachigen Raum – eine Geldrevolution. Ich will grundlegend etwas verändern am Umgang mit Geld und der Verteilung von Geld in diesem wohlhabenden Land, auch im weltweiten Vergleich. Die Bedingungen bei uns sind so gut, dass viel mehr Menschen am Wohlstand teilhaben könnten. Warum? Weil es kein Ressourcenproblem gibt, sondern „nur“, wie in einem anderen Beitrag bereits ausführlich besprochen, ein Verteilungsproblem. Es mangelt nicht an Geld, sondern es mangelt an einer besseren Verteilung. Ähnlich, wie es weltweit auch nicht an Nahrungsmitteln mangelt, sondern an einer vernünftigen Verteilung an alle.

Wir könnten so viel mehr Positives bewirken, wenn sehr viel mehr Menschen wohlhabend wären und wenn sie mit dem Geld für sich und andere etwas Gutes tun würden. Das ist meine Vision. Was ist deine, was ist dein Warum?

Über den Autor: Philipp J. Müller

Teilen Sie diesen Artikel