Es gibt kein passives Einkommen!

Es kursiert die Idee, auf irgendeine Art und Weise ein passives oder automatisiertes Einkommen generieren zu können. Klingt toll, aber diesen Zahn möchte ich dir ziehen.

Passives Einkommen ist völliger Unsinn

Es klingt verlockend, oder? Nichts tun, und trotzdem ein Einkommen haben. Leider funktioniert das nicht. Man muss nur dasitzen und das Geld kommt? Das ist großer Unsinn! Geld ist Energie und die entsteht, nach den allgemeinen physikalischen Naturgesetzen, nicht von alleine. Wir müssen immer etwas für unser Geld tun. Immer.

Hast du hast ein Buch geschrieben, ein Netzwerk aufgebaut, eine Immobilie oder Aktie gekauft? Daraus kann Geld entstehen, wenn du klug handelst. Oder wenn das Problem deine Einstellung ist, investiere in die Veränderung und Entwicklung deines Mindsets, löse einschränkende Glaubenssätze auf oder arbeite deine Familiengeschichte auf, in der es immer zu wenig Geld gab.

Tu etwas für dein Geld

Entweder wir haben das Produkt, das wir dann verkaufen, vorher produziert. Oder wir legen zum Beispiel unser Geld in Aktien an. Bestenfalls haben wir schon gelernt, wie das geht und die richtigen Aktien ausgesucht. Diese müssen wir immer wieder prüfen, und neu entscheiden, ob wir sie halten oder verändern wollen. Wir haben also schon etwas für unser Geld getan. Für die Dinge, in die wir vorher investiert haben, erhalten wir ein nachgelagertes Einkommen. Wenn du nichts investiert hast, kommt nichts heraus. Es bleibt dabei: Du musst dich um dein Geld kümmern.

Handle aktiv – und so fängst du an

Was es gibt, ist ein ökonomisch sinnvolles Einkommen. Das bedeutet, mit möglichst wenig Aufwand einen nennenswerten Betrag zu verdienen. An der Börse etwa funktioniert das hervorragend, wenn man es gelernt hat. Aber auch durch kluges Verkaufen, durch eine clevere Unternehmensführung, ein gutes Produkt oder auch durch mentale Strategien. Damit sind wir bei dem, was wir alles für die Geldvermehrung mit einem guten Geldverhalten tun können. Fangen wir mit einer handfesten und übersichtlichen Tat an: der Bestimmung deiner eigenen Vermögens- und Einkommenswerte.

Vermögenswerte, Einkommen und Ausgaben aufschreiben

Verschaffe dir einen Überblick über deine Finanzen, indem du täglich, wöchentlich, monatlich oder zumindest einmal im Quartal oder Jahr, jedenfalls regelmäßig, einen Einkommens- und Vermögenscheck machst.
Leg dir dafür eine schlichte Tabelle an und fülle sie aus. Das ist sehr einfach und beansprucht nicht viel Zeit. Je früher wir damit anfangen, umso besser. Dann gewöhnen wir uns daran und trainieren dabei, ein gutes Geldsystem zu etablieren.

„Kümmere dich um dein Geld“ bedeutet also, dass du anfängst, dir Gedanken zu machen, wo du heute stehst – mit deinen persönlichen Werten, privat und geschäftlich.

Eine kurze Übung für einen schnellen Überblick – Unterteilung nach privaten und geschäftlichen Werten

  • Einkommen: Angestellter, Unternehmer, Kapital, Miete, Pacht
  • Geldwerte: Bargeld, Girokonto, Sparbuch, Bausparvertrag, Versicherung
  • Sachwerte: Haus, Wohnung, Auto, Aktien, Fonds, Möbel, Schmuck, Gold
  • Schulden: Kredit, Leasing, Finanzierung, Hypothek, Schuldverschreibung
  • Gesamtes Nettovermögen: ___

Dein Ziel

Ich möchte dir hier etwas zu deinem Ziel sagen. Mit einem Ziel meine ich nicht unbedingt eine Zahl, also einen Betrag mit Einsen und ganz vielen Nullen. Es geht mir darum, dass du dir klarmachst, dass Finanzen ab jetzt wichtig für dich sind. Übernimm ab heute Eigenverantwortung für dein Geld und baue eine neue Beziehung zu Geld auf, die sogar Spaß macht. Aktives statt passives Einkommen.

Mach dir klar, was ab jetzt für dich wichtig ist

Fangen wir mal woanders an: Es gibt sicher Menschen unter uns, die sagen: In meiner Partnerschaft läuft etwas daneben, ich möchte eine bessere Beziehung zu meiner Frau, zu meinem Mann, ich möchte eine bessere Beziehung zu meinen Kindern haben. Genauso verhält es sich mit deiner Beziehung zum Geld. Es geht darum, dass du dir klarmachst, wie wichtig Finanzen ab jetzt für dich sind.

Kennst du den Satz „Plane dein Leben, sonst tun es andere für dich“? Kein Finanzberater, keine Bank, kein Ehemann kann dir die Verantwortung für dein Geld abnehmen. Du musst es selbst machen. Und das wird neben der Arbeit vor allem viel Freude und vollkommen neue Freiheiten und Möglichkeiten in dein Leben bringen.

Fazit: Passives Einkommen gibt’s zwar nicht, aber du hast zum Glück trotzdem genug Möglichkeiten

Wenn du wieder mal irgendwo dem Versprechen eines passiven Einkommens begegnest, weißt du: Das ist völliger Unsinn. Du kannst nicht darauf vertrauen, dass dir Geld irgendwie zufliegt. Nimm dein Geld selbst in die Hand!

Über den Autor: Philipp J. Müller

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