Eines der wichtigsten Prinzipien, um deine finanzielle Freiheit zu erreichen, ist: Sparen. Für viele ist das aber nicht einfach, wenn am Ende des Monats sowieso zu wenig Geld da ist, um auch noch sparen zu können. Lies in diesem Beitrag, wie du das änderst – und was du neben dem Sparen noch tun kannst!

„Bei der nächsten Gehaltserhöhung fang ich an, zu sparen“

Oder: „Wenn der Smart TV abgezahlt ist, kann ich etwas zur Seite legen.“ In einer Konsumgesellschaft ist es normal, sich zu kaufen, was man haben möchte. Unser Wirtschaftssystem basiert darauf, dass Menschen konsumieren. Und dass wir konsumieren, ist auch völlig in Ordnung, solange das Geld dafür reicht. Doch reicht das Geld wirklich für einen dreiwöchigen Urlaub in Dubai? Wofür und wieviel Geld wir ausgeben, ist keine leichte Entscheidung, aber sie ist wichtig für unsere finanzielle Freiheit.

Die Grundidee des Sparens ist einfach – und ist eine Abkürzung zur finanziellen Freiheit

Wer spart, gibt weniger aus als er oder sie verdient. Die Differenz wird erst gespart und dann geschickt und gewinnbringend angelegt. Irgendwann mal kann man sogar davon leben und hat die finanzielle Freiheit erlangt.
Hast du schon mal den Begriff „Frugalismus“ gehört? Das heißt Sparen durch Verzicht und ist im Kern das, was ich empfehle. Ebenso wichtig ist auch die Monetarisierung. Fürs erste ist es aber wichtig für dich: Sparen ist eine Abkürzung zu finanzieller Unabhängigkeit. Denn durch konsequentes Nicht-Ausgeben von Geld können wir zunehmend größere Summen ansammeln, die wir durch kluges Reinvestieren vermehren können.

Wie viel Prozent deines Einkommens kannst du sparen?

Vielleicht kommst du bisher immer gerade so mit deinem Geld hin. In diesem Fall solltest du dich auf die Suche nach Sparpotenzialen machen, denn es muss auf jeden Fall etwas übrigbleiben, wenn du finanzielle Freiheit erreichen willst.

Um weniger zu konsumieren und mehr zu sparen, solltest du als erstes deine Persönlichkeit weiterentwickeln. Hinter unnötigem Konsum steckt nämlich oft etwas Tieferliegenderes. Du willst dich belohnen, dich sicherer fühlen oder einfach Glücksgefühle erzeugen. Diese Effekte sind kurzfristig befriedigend, weil sie nur ein Ersatz sind.

Weniger und bewussterer Konsum für deine finanzielle Freiheit

Wie wäre es, nur die Dinge zu haben, die wir auch nutzen, anstatt die Dinge aufzuheben, die wir nur besitzen, aber nicht brauchen? Technikgeräte, Kleidung, Essen, Kosmetik, Bücher, Einrichtungsgegenstände. Das meiste davon wandert nach kurzer Zeit zu den anderen Dingen, die wir nicht nutzen, die also eigentlich längst Müll sind.
Wenn wir nur das kaufen, was wir wirklich brauchen, also entweder häufig nutzen oder verbrauchen, wie etwa Essen, und dann noch den Lebenszyklus der genutzten Gegenstände verlängern, sparen wir im Übrigen nicht nur unser Geld, sondern auch Ressourcen und belasten die Umwelt weniger.

Die wichtigste Frage bei einem Kaufwunsch lautet: „Brauche ich das wirklich?“ Was du nicht brauchst, kaufst du nicht. Wenn diese Frage für dich nicht so leicht zu entscheiden ist, frag dich, ob du etwas Ähnliches schon hast. Oder auch, wie oft du es benutzen würdest. Dann wäre der Kauf obsolet.

Du musst nicht alles neu kaufen – es gibt genügend Alternativen, mit denen du sparst

Wir sind ans Kaufen so gewöhnt, dass uns der Alternativen gar nicht bewusst sind. Nutzen, was man schon hat, ist die einfachste Möglichkeit, nicht mehr zu konsumieren. Repariere, wenn etwas kaputt ist, leih dir etwas aus, tausche, kaufe gebraucht. Das sind Möglichkeiten jenseits des klassischen Konsums. Second-Hand-Läden oder -Plattformen sind bequeme und gute Alternativen.

Finde deine eigene Strategie, um weniger Geld auszugeben. Und zahl in deinen Spartopf ein, Monat für Monat. So beginnt deine finanzielle Freiheit.

Ein Gedanke, um das Thema Konsum mal mit anderen Augen zu betrachten

Alle Dinge, die wir in unserem Leben anschaffen, brauchen Aufmerksamkeit und Energie. Wenn du dir ein Auto zulegst, muss das gewartet werden, gewaschen und gepflegt und du musst dich um Versicherung und Steuern kümmern. Genauso ist es bei allen materiellen Dingen. Sie brauchen Pflege und eine gewisse Aufmerksamkeit. Das kostet Zeit und Energie, die du vielleicht woanders besser einsetzen kannst.

Noch ein Thema: Wir schaffen uns etwas an, nutzen es einige Male und dann gerät es in den Hintergrund. Kennst du das Gefühl, das einen dann beschleicht? Ein schlechtes Gewissen. Du hast Geld für etwas ausgegeben, “musst“ es nun auch verwenden. Sonst hättest du dir das Geld schließlich sparen können. Ich kenne einige wohlhabende Menschen, die sind mittlerweile in einem Hamsterrad ihrer Spielzeuge. Segelboot, Motorjacht, Flugzeug, Sportwagensammlung.
Mach dir bewusst: Jede Anschaffung ist auch eine Verpflichtung. Auf jeden Fall eine materielle und sehr häufig eine energetische.

Last but not least: Vergiss die Monetarisierung nicht!

Allein das Sparen reicht nicht. Es ist EIN Bestandteil, um Vermögen aufzubauen und deine finanzielle Freiheit zu sichern.

Viele sind froh, wenn sie im Alltag über die Runden kommen. An später denken sie lieber gar nicht, denn dann müssten sie sich ja noch mehr einschränken. Aber: Jeder vierte Deutsche hat keine ausreichende private Altersvorsorge. Trotzdem planen laut einer Analyse der Postbank nur rund die Hälfte aller Selbstständigen und Freiberufler einen Ausbau ihrer privaten Altersvorsorge. Der Rest hat sich noch nicht entschieden.

Es reicht nicht, nur sparsam zu leben

Es ist auch nicht genug, mit dem wenigen Geld auszukommen, das man hat. Sparsam leben ist gut, doch es wird vielleicht nicht reichen, um später von diesem Geld zu leben. Wir müssen mehr dafür tun.

Für unsere finanzielle Freiheit müssen wir auch unseren eigenen Wert erkennen und dafür im Job entsprechende finanzielle Gegenleistung verlangen. Richte deinen Fokus auf Geld und vergiss die Möglichkeiten der Monetarisierung nicht!

Über den Autor: Philipp J. Müller

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