Wie du zu Geld stehst und mit Geld umgehst hängt von deinem Typ ab. Wenn du deinen Geld-Typ kennst, weißt du, wie du dein Einkommen erhöhen kannst. Erfahre in diesem Beitrag, welche Geld-Typen es gibt, was das konkret für dich bedeutet – und was du auf keinen Fall tun solltest!

Wenn du meine zwei Fragen zum Umgang mit Bargeld beantwortest, erfährst du eine Menge darüber, wie deine Einstellung zum Geld ist. Du lernst anschließend verschiedene Bargeld-Typen kennen und ich schlage dir zum Abschluss vor, was du mit Bargeld dafür tun kannst, um wohlhabender zu werden – mindestens ein paar Jahre werden wir ja noch bar bezahlen können. Hier kommen meine Fragen:

  • Wenn du draußen unterwegs bist, hast du dann Bargeld in der Tasche? Wie viel? Vielleicht sogar mehr als 500 Euro? Oder mehr als 1.000 oder 2.000 Euro?
  • Oder hast du gar kein Bargeld, weil du alles mit deiner Kreditkarte bezahlst?

Dein Verhalten zeigt, wie du tickst

Alles, was wir im Zusammenhang mit Geld tun, zeigt uns, wie wir beim Geld ticken. Wie du über Geld redest, zeigt dir zum Beispiel, wie du über Geld denkst. Wenn du auf dein Konto schaust, kannst du an deinen Gefühlen merken, was Geld für dich bedeutet: Hast du Angst, auf dein Konto zu schauen? Oder freust du dich, die Kontobewegungen zu überblicken? Da ich deine Antworten zur Bargeldfrage in der Tasche nicht hören kann, stelle ich dir hier verschiedene Bargeld-Typen vor, die ich im Laufe der Jahre in meinen Seminaren entdeckt habe. Zu welchem Typ gehörst du? Was sagt das über dein Geldverhalten aus? Und wie kannst du dein Einkommen durch gutes Geldverhalten erhöhen?

Der Safe-Typ

Menschen vom Safe-Typ haben ihr Geld im Safe anstatt in der Tasche, wenn sie unterwegs sind. Sie fühlen sich damit sicherer, denn sie haben ständig Angst, beklaut zu werden.
An einer Tankstelle zog ich mal an der Kasse mein Bündel Fünfzig- und Hundert-Euro-Scheine aus der Tasche. „Haben Sie keine Angst, dass Ihnen das geklaut wird?“, sagte jemand mit strenger Lehrerin-Stimme hinter mir.
Mir fielen die Scheine vor Schreck fast aus der Hand. Hinter mir stand eine ungefähr 50-jährige Frau mit strenger Miene.
„Wer soll mir das klauen? Greifen Sie mir etwa von hinten in die Hosentasche?“
Sie starrte mich kurz entsetzt an. Dann mussten wir beide lachen.

Menschen mit ihrem Geld im Safe fühlen sich nach meiner Erfahrung oft nicht wohl mit ihrem Geld. Vielleicht haben sie auch den Spruch „Geld ist schmutzig“ verinnerlicht und tragen es deshalb lieber nicht bei sich. Oder sie haben nicht nur Angst, beklaut zu werden, sondern glauben generell, sie könnten ihr Geld bald wieder verlieren. Sie haben häufig auch keine Lust, auf ihr Geld aufzupassen. All das kann eine gute Voraussetzung dafür sein, dass das Geld weder lange bleibt noch mehr werden wird. Einkommen erhöhen? Fehlanzeige!

Der Karten-Typ

Diese Leute bezahlen fast alles bis auf Kleinstbeträge mit ihrer Karte. Gehörst du dazu? Es ist bekannt, dass Menschen mit EC- oder Kreditkarte vier bis fünfmal schneller und mehr Geld ausgeben, als wenn sie mit Bargeld bezahlen. Warum ist das so? Ganz einfach deshalb, weil man die Ausgaben nicht so gut im Gefühl hat, wie wenn man einen Schein über den Tresen reicht. Der Geldschein zeigt uns genau, wie viel wir gerade ausgeben: Wir holen das Portemonnaie aus der Tasche, ziehen einen Schein hervor, prüfen, ob es auch wirklich ein Fünfziger und kein Zehner ist, reichen ihn der Dame an der Kasse, sehen ihn in der Kasse verschwinden, bekommen Wechselgeld heraus.

Beim Bezahlen mit der EC-Karte sehen wir nur im letzten Moment des Bezahlvorgangs kurz eine Zahl auf dem Display, und die Abbuchung läuft unbemerkt im Hintergrund. Erst viel später, wenn überhaupt, sehen wir auf dem Konto den Betrag.
Sind Leute mit Karte also eventuell zu locker mit dem Geldausgeben? Wie viel Geld gibst du aus? Kannst du gut haushalten? Schaust du lieber nicht so genau hin? Machst du dir bewusst, wie viel – meist sehr hart verdientes – Geld du da gerade mit deiner PIN-Nummer für eine neue Hose ausgibst, die du gar nicht brauchst, weil du bereits sieben andere im Schrank hängen hast?

Der Ehepaar-Typ

Der Mann macht das Geld, die Frau macht alles rund um Kinder und Haushalt. Was soll ich dazu sagen? Liebe Frauen, ihr könnt niemals reich werden, wenn ihr euch nicht um eure Finanzen alleine kümmert und etwas dafür tut, um euer Einkommen zu erhöhen. Hört auf, die Verantwortung für eurer Geld an den Mann zu delegieren! Willst du ihm dein Geld überlassen, obwohl du zum Beispiel mithilfe dieses Blogs oder einer anderen Quelle längst weißt, wie man sich viel geldfördernder verhält? Ich prophezeie es dir nach meinen Beobachtungen von Tausenden von Seminarteilnehmenden und aufgrund von privaten Beobachtungen: Du hast – egal, ob Mann oder Frau – keine Chance wohlhabend zu werden, wenn du nicht selbst die Verantwortung für dein Geld übernimmst. Keine Chance.

Der Bargeld-Typ

Die letzte Fraktion nun ist in diesem Zusammenhang besonders interessant für uns. Der Bargeld-Typ trägt mehr als 500 oder 1.000 Euro Bargeld in der Tasche mit sich. Ich bin so ein Bargeld-Typ. Ich habe immer viel Geld, sowohl in der Tasche als auch auf dem Konto. Wenn wir viel Geld liquide haben, können wir Chancen ergreifen. Wenn ich zum Beispiel etwas besonders günstig kaufen kann, was ich ohnehin kaufen will und was sonst teurer ist, dann will ich das tun können.

Für mich steht das viele Geld in der Tasche für eine Möglichkeit. Das ist ein Lebensgefühl. Du kannst dich damit wohlhabend fühlen. Ausreichende Liquidität ist ein Geheimnis wohlhabender Menschen. Wenn du mit 1.000 Euro in der Tasche herumläufst, kannst du merken und einüben, wie es sich anfühlt, viel Geld zur freien Verfügung zu haben. Du kannst aber auch merken, dass du die Möglichkeiten nicht nutzen musst: Die Frage „Ist das wirklich notwendig?“ kannst du dann leichter und freier verneinen.

Einkommen erhöhen – bitte mit einem sinnvollen Ziel dahinter!

Ein junger Seminarteilnehmer, gerade mal 20 Jahre alt, schrieb mir ein paar Wochen nach seiner Teilnahme, dass er neben dem Studium kellnert. Er hatte meine Hausaufgabe aus dem Seminar, viel Bargeld in der Tasche zu tragen, bei dieser Kellnertätigkeit vorbildlich umgesetzt: Er hatte neuerdings 200 Euro in der Tasche.
„Weißt du was, Philipp“, las ich in seiner E-Mail, „ich habe gleich an diesem ersten Abend das doppelte Trinkgeld bekommen. Ein paar Tage später hatte ich 400 Euro in der Tasche, und habe noch mehr Trinkgeld bekommen. Es funktioniert!“
Ich habe mich riesig gefreut. Aber dann las ich weiter.
„Als ich genug zusammenhatte, habe ich mir einen Audi R8 Spider ausgeliehen und eine Probefahrt gemacht. Das war geil, Super-Auto! Läuft!“
Ich merkte beim Lesen, wie sich mein Magen zusammenzog. Es war ein Gefühl von Enttäuschung gemischt mit Ärger. Ich hätte ihn am liebsten geschüttelt und ihm zugerufen:
„Junge, hast du nichts Besseres mit deinem Geld vor, als an ein teures Auto zu denken? Du musst noch viel lernen über Wohlstand, Lebenssinn und verantwortungsvolles Geldverhalten. So wird das Geld jedenfalls nicht bei dir bleiben! Weil du das, was du mehr verdienst, für absolut unnötige Konsumartikel und anderen Schnickschnack auf den Putz hauen wirst. Finde erst dein persönliches Warum, dann können wir in ein paar Jahren nochmal über Geld und Wohlstand reden.“

Dein persönliches „Warum“ hilft dir, dein Einkommen zu erhöhen

Scheinbar hatte er die wichtigste Botschaft hinter den Geldregeln noch nicht verstanden, nämlich, dass wir Geld mit einem persönlichen Sinn verknüpfen müssen. Nur, wenn du deinen persönlichen Sinn kennst, kannst du dein Einkommen stetig erhöhen. Also setz dich gleich hin und überlege, was dein „Warum“ beim Geldvermehren ist!

Über den Autor: Philipp J. Müller

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